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Radler-Angst im Hardtwald

Bedenken wegen Kreuzung

BAD HOMBURG. Wenn Norbert Happ aus Friedrichsdorf mit dem Fahrrad den Bad Homburger Hölderlinweg hinab fährt, wird ihm mulmig. Früher konnte er bedenkenlos nach rechts in die Höllsteinstraße abbiegen, nun muss er erst abbremsen und sich in den Kreuzungsbereich hineintasten. Seit Juli gilt dort eine neue Verkehrsführung. Die Höllsteinstraße ist jetzt in beide Richtungen befahrbar und Radfahrer müssen beim Abbiegen mit Gegenverkehr rechnen. Diese Situation ist Happ zu gefährlich. Er warnt, es sei "nur eine Frage der Zeit, bis hier ein schwerer Unfall mit Personenschaden passiert", und fordert eine Nachbesserung der Stadt.

Die denkt nicht daran. "Wir haben nicht vor, die Verkehrsregelung zu ändern", sagt Elke Kopp von der Straßenverkehrsbehörde. Die neue Regelung trage zur Verkehrsberuhigung bei. Von einem Spiegel zur besseren Übersicht an der Kreuzung hält sie nichts: er gaukele nur veränderte Perspektiven vor. Und einen Warnhinweis auf die neue Situation habe es schon gegeben. Vier Wochen stellte die Stadt nach der Neuregelung ein Gelbblinklicht auf. Die Behörde sieht ihre Aufgabe damit erfüllt.

Ein Zustand, den Malte Gruber von den Freien Homburger Wählern (FHW) so nicht anerkennen mag. Obwohl er das Radverkehrskonzept insgesamt als gut betrachtet, sieht er ebenfalls Nachbesserungsbedarf. Zu diesem Zweck will er bei der nächsten Sitzung des Verkehrsausschusses am 5. November einen Antrag zur Nachbesserung einreichen. prsch

• Weitere Information im Internet unter http://adfc-bad-homburg.de/radverkehrskonzept/index.htm


Frankfurter Rundschau, Lokalrundschau Hochtaunuskreis, 2002-10-23